Praxis Dr. Lindner
Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in Berlin Lankwitz
Leonorenstraße 95 / 12247 Berlin Steglitz (Lankwitz Kirche) / Tel: 030 - 492 66 88

Info Zecken

Vermeidung von Zeckenbissen
-
Im Wald die Wege benutzen, nicht durch dichtes Unterholz gehen.
-Tragen von langen Hosen, langärmeliger Oberbekleidung, Strümpfen, geschlossener Schuhe.
-Absuchen der Kleidung und des Körpers nach Ausflug, besonders: Haaransatz, Ohren, Hals, Arm- und Kniebeugen sowie Hände und Füße.

-"test" hat im April-Heft 2001 18 Präparate zur Zeckenabwehr getestet. Nur 4 waren gut: Zanzarin Bio-Hautschutz Lotion und Nexa Lotte natur Hautschutz-Milch (beide auf Kokosfettsäuren-Basis), Autan Active Lotion (Wirkstoff: Bayrepel) und Taoasis Floh Zecken Stop Spray (Stinkende Öle).

Was tun nach einem Zeckenbiß?
-
festsitzende Zecke mit einer Pinzette so nah wie möglich an der Haut greifen und nach hinten aus der Haut ziehen. Oder mit einem Messerrücken abstreifen. Es ist nicht gefährlich, wenn der Kopf der Zecke abreißt und in der Haut bleibt.
-möglichst keinen Druck auf Hinterleib ausüben, um zu vermeiden, daß Krankheitserreger austreten und in die Wunde gelangen.
-kein Öl, Alkohol o. ä. verwenden: es fördert die Übertragung von Krankheitserregern.
-falls möglich nach Entfernung der Zecke Bißstelle desinfizieren mit alkoholischer oder jodhaltiger Lösung.
-Einstichstelle beobachten. Wenn eine Rötung oder Schwellung um die „Bißstelle" auftreten sollte: Arzt konsultieren!

Mögliche Krankheiten:
Lyme- Borreliose
-
Erreger überall in Europa (gemäßigte Klimazone). Im Berliner Großraum eher selten, jedoch auch möglich!
-nicht jeder Biß führt zur Infektion.
-bei sachgerechter und früher Entfernung (binnen 8 Stunden) ist das Infektionsrisiko gering.
Merkmale:
-bei Infektion kommt es bis zu zwei Wochen nach „Biß" zu einer sich ausbreitenden Hautrötung um die Einstichstelle, keine Schmerzen, kein Jucken: Arzt aufsuchen!
-nach Monaten: z. B. Kopf- u. Gliederschmerzen, Fieber, Lymphknotenschwellung.
Therapie:
-Unter ärztlicher Kontrolle Gabe eines Antibiotikum
-es gibt zur Zeit in Europa keine wirksame Impfung gegen Borreliose

FSME (Frühsommer- Meningoenzephalitis)
-
nur in bestimmten Regionen: in Deutschland fast nur in Bayern, Schwarzwald, Stuttgarter- und Freiburger Gegend. Nicht in Berlin oder weitem Umland.
-Vorsorge: ein verträglicher Kinder-Impfstoff existiert. Bei Kindern gibt es nur sehr selten schwere Verlaufsformen der FSME-Erkrankung.

Wenn Reisen in Risikogebiete in Deutschland oder Europa geplant werden, sollte rechtzeitig die Impfung erfolgen, da schon für das Erreichen des Impfschutzes im Schnellimmunisierungsverfahren 3 Wochen benötigt werden. Optimal wären drei Impfungen mit den Zeitabständen 1-3 und 9-12 Monate. Ein Impfschutz besteht erst 14 Tage nach der 2. Impfung!

Auffrischung des Impfschutzes durch in einer Injektion nach 3-5 Jahren.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten der Impfung nur für Reisen innerhalb Deutschlands.


FSME

 Zurück zur Startseite